Tinnitus

Tinnitus ist ein Oberbegriff für alle Arten von Ohr- oder Kopfgeräuschen, unabhängig von deren Ursachen. Leidet ein Patient unter dem "Ohrensausen", nimmt er einen Ton oder ein Geräusch wahr, das außerhalb seines Kopfes nicht existiert. Diese Töne oder Geräusche sind von anderen Personen also nicht zu hören.

Tinnitus kann in jedem Lebensalter vorkommen. Nach Angaben der Deutschen Tinnitus-Liga (DTL) sind in Deutschland etwa acht Prozent aller Erwachsenen betroffen. Durch die stetig zunehmende Lärmbelastung (z.B. in Diskotheken) nimmt aber die Häufigkeit schon im jugendlichen Alter zu. So leiden mehr als fünf Prozent der Jugendlichen und jungen Erwachsenen bis zum 29. Lebensjahr an Tinnitus.

Wichtig ist, dass die Behandlung frühzeitig einsetzt, also innerhalb der ersten Tage nach dem Auftreten der Beschwerden.

Subakuter und chronischer Tinnitus

Hier ist vor allem eine intensive ärztliche Betreuung des Patienten wichtig. Er muss lernen, im Alltag mit seinem Ohrgeräusch umzugehen. Ein wichtiger Faktor ist der Stressabbau, denn innere Ruhe fördert den Heilungsprozess.
Entspannungsverfahren wie Autogenes Training sind hier gezielt einsetzbar.

Spezielle Hörsysteme (Rauschgeneratoren, Tinnitusmasker) können die Tinnituswahrnehmung unterdrücken. Sie ähneln Hörgeräten, produzieren aber ein kontinuierliches Rauschen, das von den Ohrgeräuschen ablenkt, bzw. sie überdeckt. Eventuell werden diese mit einer Tinnitus-Retraining-Therapie (TRT) kombiniert. Diese beinhaltet neben der Anpassung der Hörsysteme mehrere Beratungssitzungen, die sich über etwa 18 Monate erstrecken. Mit einer Kombination aus beiden Methoden lassen sich gute Erfolge erzielen.

Hörgeräte sind sinnvoll, wenn ein zusätzlicher Hörverlust besteht. Mit Wiedererreichen der Hörfähigkeit verschwindet der Tinnitus in vielen Fällen oder er nimmt zumindest ab.

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